Donnerstag, 7. Mai 2009

Körpermaße im Dachlattenformat am Kanal
















Die Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse von der Albert Schweitzer Schule zeigten heute, am 7. Mai 2009 die Ergebnisse ihres Workshops an den Kanalwiesen auf der Höhe der Manfred von Richthofen Strasse. Sie arbeiteten über neun Wochen im Rahmen des Satellitenprogramms des Westfälischen Kunstvereins. Neben der Produktion eigener Arbeiten besuchte der Kurs die Ateliergemeinschaft Schulstrasse 22 und die Ausstellung von Jon Pylypchuk in der Städtischen Ausstellungshalle. Der Kurs wurde von der Lehrer- und Künstlerin Anke Gollub und Ruppe Koselleck aus dem Satellit-Kunstverein organisiert.










Gearbeitet wurde mit gewöhnlichen Dachlatten, die nach ihren ermittelten Körpermaßen in 17 Teile zersägt wurden. So entstand ein Holzknochenhaufen, der zur freien Verarbeitung seitens der WorkshopteilnehmerInnen zur Verfügung stand. Nagel, Hammer, Schrauben und Farbe standen bereit und nach der Produktion war das Ziel vor Augen: Eine gemeinsame Ausstellung mit Bratwurst, Cola und Salat am Kanal sollte als SATELLITENEINSCHLAG den Kurs beenden.
Passanten und Ausflügler wurden bei besten Wetter unerwartet und überraschend mit Kunst am Kanalrand konfrontiert. Eine Schulklasse der Anne Frank Schule auf ihrem Ausflug unterbrochen und durch das kleine Skulpturenprojekt geführt.

Die Schülerinnen und Schüler entwickelten verschiedene Strategien mit dem "Maß ihrer Dinge" klarzukommen und aus ihrem persönlichen Haufen Dachlatten, die Dinge zu machen, die sie für richtig hielten.






















Sean entwickelt daraus ein symetrisches Torsystem, das er hier auf dem Rasen platziert.



















Denise, Nico und Dora warfen ihre Holzknochen auf einen Haufen und bauten daraus einen Turm, an dessen Spitze der rote Pfeil die Richtung weist, wo es hingehen soll: NACH OBEN!













Wenn das Brandenburger Tor nicht in Berlin steht, so befindet es sich im Gestrüpp dicht hinter einer Kanalbrücke als eine Holzknochenmontage von Fabio.














Sehr wörtlich und genau setzten Sebastian und Manuel ihre Maße um. Sie bauten zwei Zollstöcke, die sie mit Schrauben miteinander verbanden und aus denen man situationsgerchte und ortsangepasste Skulpturen entwickeln kann.














Jacqueline nahm eine farbenfrohe abstrakte Strategie in Angriff, um aus ihren Holzknochen ein lebensfrohes Statement zu machen, welches auf dem Rasengrün kontrastreich heraussticht.






















René baut einen Turm, den er mit neusten Zeitungsnachrichten eingepackt hat. Eine Art Sendeturm ist dabei entstanden.






















Sascha baut eine Mühle, die er auf einer alten Feuerstelle am Kanal platziert.

Alle Arbeiten waren für drei Stunden ausgestellt und werden noch einmal im Schaufenster der Handwerkskammer in Münster gezeigt werden.

Neues dazu erfahren Sie aus der Tagespresse oder direkt auf unseren Seiten.

Die Ausstellung und das Satellit-Kunstvereinprogramm wird durch die Initiative COLLABORATION des ADKV erst ermöglicht, der wir an dieser Stelle sehr herzlich danken möchten.

Ruppe Koselleck für den Satellit-Kunstverein.


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